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Fallstudien

Die OpenArt Creative Directors hinter der surrealistischen Werbekampagne einer globalen Modemarke

Emily Watterson Oct 16, 2026 7 Min. Lesezeit
Zusammenfassen mit:
The OpenArt Creative Directors Behind a Global Fashion Brand's Surrealist Ad Campaign

For its 2026 fall/winter collection, Shein worked with OpenArt on a campaign of six fully AI-generated social ads, one for each of the season's trends: dark romance, folk revival, power dressing, regal maximalism, retro remix and soft glam. Ash He and Minyu Chen, two of OpenArt's creative directors, helped shape and deliver all six.

Both are part of OpenArt's Studios team, a group of storytellers and creative producers who are making some of the best work in film, music and advertising today, and the Shein campaign was a chance to show a brand at that scale what the team can do. Ash came to AI from CGI commercials, Minyu from producing across film, TV and advertising. They're two of the most talented storytellers and creative technologists I've known, and after working with them, I'm nearly certain there's nothing they couldn't make if they set their minds to it.

Der Brief ließ ihnen Spielraum. Shein sagte dem Team, es solle so kreativ wie möglich sein – und mit KI waren sie nicht an reale Locations, Reisen, Wetter oder Set-Budgets gebunden. „Sie wollten etwas, das sie in der Realität nicht machen können“, sagt Ash. „Genau deshalb nutzen wir KI.“ Minyu beschreibt das Ziel als „etwas richtig Wildes, das nur KI kann, oder etwas, das bei einer echten Produktion sehr schwierig oder sehr teuer wäre“, was die Arbeit ins Surreale trieb.

It was the brand's first time working with an AI creative team, and they didn't arrive with a fixed idea of what the process should look like. Ash's read is that, to the brand, AI was just another production method, much like CGI, which left room for him and Minyu to help define the workflow with Shein instead of inheriting one. In July, Shein sent over the trend names and the pieces from the collection, and the two creative directors styled them into looks for the screen. Some trends came with outfits already assembled, and when Minyu, building the dark romance spot, saw a way to push the looks closer to the world she was imagining, she proposed changes and asked. „Sie sind da sehr offen,“ sagt sie.

That openness didn't mean the creative directors said yes to everything, and it didn't mean they were attached to their first ideas. „Wir sind nicht so: Das ist so gut, das will ich nicht ändern. So sind wir nicht“, sagt Minyu. „Wir nehmen definitiv nicht alles einfach hin. Wir kämpfen definitiv ein bisschen darum.“ That balance is a large part of what makes the two of them good at this work. They push creative boundaries without making it about themselves: the goal is to keep peeling back layers until the best idea is what's left, not to hang one person's vision on a wall, and that matters even more when the work belongs to a client. Their curiosity and humility, as much as their passion for the craft, are what make them such an asset to OpenArt and, as this project shows, to the creative vision of a global fashion brand.

AI also changed how many jobs a single creative can step into. On a traditional shoot, that work is split across specialists. The director shapes the vision, and the director of photography decides how every shot is framed, lit and moved. A costume department chooses and fits the wardrobe, a stylist pulls it into looks, and hair and makeup artists finish each one, while a production designer builds the world the story takes place in. Each of those is its own department, and the people in them rarely touch one another's decisions. „Wenn ich die Kamerafrau bin, fasse ich normalerweise die Kostüme nicht an, das ist eine ganz andere Abteilung“, sagt Minyu. „Aber gerade machen wir alles selbst: Regie, Kamerabewegung und Bildausschnitt, Kostüm, Haare und Make-up, überhaupt herauszufinden, was in der Aufnahme sein soll. Wir machen auch den Job des Szenenbildners.“

For Ash and Minyu, that meant stepping into roles they would never have held on a traditional production, building new skills as they went and getting a level of control over each ad that a director rarely has. None of it took work away from the specialists who do those jobs on a live shoot. Shein ran both lanes, its traditional human-made campaigns and an AI campaign built to push the limits of what's possible, and nobody lost anything along the way. For creatives wary of what AI means for their work, it's a useful picture of what the technology can open up instead of close off.

A third person kept the arrangement workable. Sissi Lei, from OpenArt's business development team, worked as producer, sitting between the two creative directors and Shein and running the relationship, communications and PR so neither of them had to. „Sissi hat uns den Raum gegeben, total kreativ zu sein“, sagt Minyu, „Beim Feedback konnten wir also direkt mit dem Shein-Team kommunizieren.“

Zwei Wege zum Prompten

So how did two creative directors turn six trends into six finished ads in about a month? They shared a process, and each worked inside it in their own way. Every trend started with a character sheet: a close-up, a side shot, a hero shot and a full-body shot of the model in each outfit, much like the costume and makeup test on a traditional production. Minyu built hers in GPT Image 2, which she found held the product and the model's likeness most faithfully. Concept stills came next, so the client could approve a look before any motion got generated, and OpenArt's Multi-view feature then pulled several angles out of a single approved location image, a kind of virtual location scouting that didn't need a new prompt for each one.

Minyus Prompts lesen sich wie Drehbücher: lang, Moment für Moment, aufgebaut auf sehr wenigen Referenzbildern. Ashs sind kurz und werden von Referenzbildern getragen, und er sagt, er habe kaum Erfahrung damit, einen langen Prompt wie ein Skript zu schreiben. Er baut zuerst hochauflösende Standbilder, und wenn er die hat, „Ich habe das Gefühl: Okay, dieses Video habe ich im Griff.“ Sie haben jeden Trend gemeinsam durchdacht, dann die sechs Anzeigen zu je dreien aufgeteilt und getrennt gearbeitet, da ihre Zeitpläne unterschiedlich waren, und sich dabei immer wieder abgestimmt. „Irgendwie nutzt Ash ein paar meiner Prompts, und ich übernehme etwas von Ashs Vorgehen.“ sagt Minyu. „Wir helfen uns gegenseitig.“

Beide sind sich sicher, dass das Tool nicht der schwierige Teil ist. „Die Idee ist der wichtigste Teil,“ sagt Minyu. „Der Rest hängt nur davon ab, wie gut du die KI beherrschst.“ Für Ash kommt es auf das Urteilsvermögen an: Welche Clips du auswählst und wie das Bild aussehen soll, lebt alles in deinem Kopf – und deine Ästhetik auch. Minyu schreibt etwa achtzig Prozent jedes Prompts selbst und übergibt ihn dann an GPT zum Ausbauen und Feinschleifen, denn „Es gibt eine bestimmte Art, mit KI zu sprechen.“ Ihrer Ansicht nach „KI-Creator sollten ihre Zeit und Energie für die Idee aufsparen.“

Echte Models, Rechte geklärt

Die Models in der Kampagne waren echte Menschen. Ihre Abbilder waren rechtlich freigegeben und über einen lizenzierten KI-Model-Partner bezahlt, und das Team baute den Look jedes Trends aus den Fotos der Models auf, statt aus generierten Gesichtern. Sissi beschrieb es im Webinar als Weg, wie echte Models weiter an Modewerbung teilhaben können – genau die Art von Technologie, für die OpenArt bekannt sein will. Minyu hat auch einen praktischen Grund. „Es gibt so viele Menschen auf der Welt, man weiß nie,“ sagt sie. „Die KI könnte am Ende jemanden generieren, der wie ein Promi aussieht, oder sogar wie ein kleiner YouTuber.“

Es bedeutete auch, dass der Ausfall eines Models ein echtes Problem war. Mitten im Power-Dressing-Video, nachdem Shein den finalen Schnitt freigegeben hatte, stieg eines der lizenzierten Models aus. Ein Gesicht in einem fertigen KI-Video auszutauschen, ist schwieriger, als es klingt. „Jeder weiß, dass KI nicht hundertprozentig dasselbe erzeugen kann,“ sagt Minyu. „Und ein Video ist nicht eine Generierung. Es sind so viele Generierungen zusammengefügt. An dem Punkt war es also wirklich riskant.“

Nachdem der Schnitt abgesegnet und der Zeitplan fixiert war, wandte sich Minyu an ihre eigenen Kontakte, um ein Ersatzmodel zu finden. „Ich schätze meine Arbeit sehr, und ich wollte nicht, dass das sie zunichtemacht“, sagt sie. Innerhalb eines halben Tages hatte sie jemanden gefunden, der dem Original sehr nahe kam.

Das schwierigere Problem war das Gesicht selbst. Das Videomodell akzeptiert ein Video als Referenz, aber als sie das Originalmaterial zusammen mit dem Foto des neuen Models einspeiste, vermischte es die beiden Gesichter. „Die Gesichtsinformationen im alten Video sind für die KI eine Art Rauschen,“ sagt sie, „deshalb ist es so schwer, diesen Teil wieder loszuwerden.“ Sie probierten mehrere Workarounds aus, und keiner davon hielt stand.

Dann schlug Ash eine Depth Map vor. Minyu hatte die Technik online gesehen, war aber nicht auf die Idee gekommen, sie so einzusetzen. „Ich dachte nur: Moment, das ist eine geniale Idee“, sagt sie. Sie hatte wenig Erfahrung mit Vibe Coding, also nutzte sie Codex, um das Depth-Map-Video aus dem freigegebenen Schnitt zu erzeugen – was länger dauerte, als Ash dafür gebraucht hätte. „Aber ich hatte nur zwei Stunden Zeit,“ sagt sie. „Zwei Stunden sind nicht viel.“

Als es dann funktionierte, war das Rezept folgendes: Die Depth Map wurde zur Referenz für Kamerabewegung und Komposition, das Foto des neuen Models lieferte das Gesicht und ein langer Prompt beschrieb den Ort, das Produkt und was Sekunde für Sekunde passieren sollte. Minyu vergleicht eine Depth Map mit einem Graubox-Render mit fest eingebauter Kamera: Blocking und Bewegung bleiben erhalten, während alles darüber neu texturiert wird. „Wir haben das Gesicht des Models erfolgreich geändert“, sagt sie, „und unseren Kunden ist es nicht aufgefallen.“ Zu diesem Zeitpunkt war Seedance 2.5 bereits erschienen, und die neue Version kam sogar mit besserem Licht heraus.

The fix has outlived the project. Ash later built a simple web tool that outputs a depth map from any uploaded video, and the technique became Ad Remake, a feature in OpenArt where you upload a finished video and the platform builds the depth map behind the scenes. From there you can swap the model, the product or even the language, which Minyu pointed to as a natural fit for localization and global marketing. It has a limit worth knowing about: a depth map mostly captures outlines, so it works best when the hairstyle stays the same, and a different hairstyle calls for a different approach.

Wofür ein Monat Raum schuf

The schedule shows what the workflow changed. Ash laid out the math in the webinar for his retro remix spot. A live-action green screen version would mean a crew of eight to twelve, one to two weeks of pre-production, and an estimated $15,000 to $40,000 on location before model fees, plus a CGI team of more than ten people working for over a month. He finished the spot in about five days, with one or two people. Ash knows the other version of that timeline from his CGI work: the same work would have taken three to four months at least, and a single revision could take a week. Here, a major change of direction took twenty-four hours.

Der aufschlussreichere Punkt betrifft das Briefing selbst. Auf die Frage, was eine komplett menschliche Produktion dieser Spots gebraucht hätte, nannte Ash keinen längeren Zeitplan. Er sagte, er hätte die Ideen gar nicht erst vorgeschlagen. „Das würde eine Menge an CGI kosten,“ sagt er, „Am Anfang hätte ich das also gar nicht vorgeschlagen.“ Ein so surrealer Auftrag ist nur mit KI möglich, denn die menschliche Alternative ist zu teuer, um sie zu rechtfertigen: Solche Ideen bedeuten aufwendiges Rigging am Live-Set, und alles mit einem Pferd bringt zusätzlich die Frage des Tierhandlings mit sich. Minyu, die wie die Produzentin denkt, die sie einmal war, sagt, sie hätte früher nie zu so einem Konzept Ja gesagt – und hätte ihr damals jemand diese Ideen vorgeschlagen, hätte ihre Antwort gelautet, ein Budget von über hunderttausend Dollar zu verlangen.

Ein Live-Dreh legt außerdem alles früh fest. „Nach dem Dreh kannst du nichts mehr ändern“, Minyu sagt, genau deshalb halten traditionelle Produktionen so viele Meetings ab, bevor die Kamera läuft: Ein Nachdreh ist einfach so teuer. Hier musste nichts endgültig sein. Mitten in einem Spot tauschte das Team das Tier in der Aufnahme gegen ein Pferd – eine Idee, die erst aufkam, nachdem der Kunde einen ersten Schnitt gesehen hatte. In der Zusammenfassung, die Chloe Fang, OpenArts Head of Enterprise Go-to-Market, danach schrieb, ist das die erste Veränderung, die sie aufführt: „Das Visual wurde zum Kommunikationsmittel, nicht nur zum fertigen Endergebnis.“

Ash's retro remix spot shows how that played out. His first version blended Y2K nostalgia with early-computer imagery: a Windows XP sky, CRT monitors, a model riding a surfboard through a digital portal. The client had pictured American nostalgia instead, with motels, diners and vintage cars. His second version moved an American highway into space, and the client found it a little too rigid and wanted something softer, sweeter and more girlish. That was when Ash realized the cars and diners were never the point. „Eigentlich wollten sie ein bestimmtes Gefühl beschreiben,“ sagt er, und nicht alle Requisiten mussten auftauchen. Der finale Schnitt beginnt kurz in einem digitalen Raum, geht über in ein holzvertäfeltes Schlafzimmer mit schwebendem Bett und in die Möbel eingebauten Gadgets und endet in einem auf den Kopf gestellten Sonnenuntergang über Los Angeles, bei dem das Model mit einem Speedboot über ein Wolkenmeer gleitet. Der Kunde war äußerst zufrieden, und diese letzte Iterationsrunde dauerte etwa vierundzwanzig Stunden.

Es ist außerdem Ashs Lieblingsaufnahme in der Kampagne. „Es ist, als wäre der Himmel das Meer“, sagt er. Er beschreibt die Arbeit als Spaß auf eine Weise, wie es CGI selten war: Er konnte einen Spot in ein paar Tagen fertigstellen, eine Idee testen, und wenn es ein Problem gab, nach einem anderen kreativen Weg suchen. Vor der KI verbrachte er einen Monat in Unreal oder Cinema 4D, „die eigentlich nicht für Menschen gedacht sind,“ und wartete dann tagelang auf einen Render, ohne in der Zwischenzeit etwas tun zu können.

Für Minyu war der stolzeste Moment nicht eine einzelne Einstellung. Es war die Reaktion der Kundin jedes Mal, wenn sie neue Arbeit zeigte. „Sie meinten: Wow, das fühlt sich richtig gut an.“ sagt sie, und als sie um Feedback bat, lautete die Antwort: „Ich finde es großartig.“ Sie hat an Unterhaltungsshows, TV-Dramen, Spielfilmen und Werbespots gearbeitet und sagt, dass nach all dem „Gerade sehe ich eine neue Möglichkeit: die KI-Produktion.“

Ash und Minyu haben diese Kampagne in einem OpenArt-Webinar durchgespielt – vom Creative Brief bis zur fertigen Kampagne. Aufzeichnung ansehenund sei beim nächsten Mal dabei: Wir veranstalten alle zwei Wochen Webinare.

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